Schulsituation Rheurdt / Schaephuysen

Die Schulsituation in Rheurdt und Schaephuysen

 Nachdem die Hauptschule der Gemeinde Rheurdt aufgelöst werden musste, weil nicht mehr genügend Schülerinnen und Schüler für die Bildung einer Eingangsklasse angemeldet wurden, ging es im neuen Schulentwicklungsplan, der als regionaler Schulentwicklungsplan erstmals auch die Belange der Nachbarkommunen berücksichtigte, u.a. auch um die Zukunft der Hauptschulen in Issum (Standort: Sevelen) und Kerken (Standort: Aldekerk). Eine Sekundarschule mit zwei Standorten soll die Schulstandorte Aldekerk (Klassen 5-7) und Sevelen (Klassen 8-10) in Zukunft sichern. Weitere Standorte werden nicht zugelassen. Dafür reichen die Schülerzahlen auch dann nicht. Das Gebäude der ehemaligen Rheurdter Hauptschule hat damit auch in Zukunft keine schulische Funktion mehr.

 Jetzt bieten sich vielfältige Überlegungen an, die der Bürgermeister teilweise auch schon über die Presse publiziert hat.

  1. 1.  Die Martinusschule – Abteilung Rheurdt und Abteilung Schaephuysen – zieht in das Hauptschulgebäude ein. Die Grundstücke am Schulweg und an der Hauptstraße werden einer anderen Verwendung zugeführt.
    Dazu sind rund um das Schulgebäude am Meistersweg noch eine Vielzahl von Investitionen (Energiesanierungen und Gebäudeerweiterungen) notwendig, die den ganzen Umzug sehr teuer machen. Erste Schätzungen belaufen sich auf mehr als zwei Mio. Euro.
    Während für das Grundstück am Schulweg durchaus Folgenutzungen denkbar sind, sind diese für das Schulgrundstück in Schaephuysen wegen der Berglage schwer vorstellbar. Idealerweise sollten die Veräußerungserlöse die Investitionskosten annähernd decken.
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  3. 2.  Die Martinusschule – Abteilung Rheurdt – zieht in das Hauptschulgebäude ein. Die Abteilung Schaephuysen bleibt bestehen.
    Selbst hier entstehen am Meistersweg so erhebliche Investitionskosten, dass die Erlöse des Grundstückes am Schulweg diese schwerlich decken werden.
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  5. 3. Die Martinusschule – Abteilung Rheurdt – verbleibt am Schulweg, die Abteilung Schaephuysen verbleibt an der Hauptstraße in Schaephuysen.
    Nach Schulentwicklungsplan wird die Martinusschule in Rheurdt nur noch einzügig sein. Dann reicht das Raumprogramm für alle Anforderungen. Bis dahin gibt es jedoch Engpässe, für die Ausweichlösungen diskutiert werden müssen. Der Standort in Schaephuysen ist hinreichend ausgelegt.
    Dieses Modell würde auch dem Anspruch „kurze Beine – kurze Wege“ entsprechen.
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  7. 4. Der Bürgermeister hat dann auch das Modell zur Sprache gebracht, am Standort Schaephuysen beide Abteilungen der Martinusschule zusammenzufassen. In Schaephuysen müssten dann zwar einige Erweiterungen vorgenommen werden, dafür wären aber beide Grundstücke in Rheurdt überplanbar.
    Dies würde natürlich auch die Arbeit der Martinusschule erleichtern und letztlich eine bessere Ausschöpfung der Ressourcen gewährleisten. Die pädagogische Sinnhaftigkeit bleibt unbestritten. Dagegen geht aber der Ortsbezug der Schule teilweise verloren und damit der Anspruch „kurze Beine – kurze Wege“.

Die CDU steht derzeit klar hinter dem Modell 3eine Grundschulabteilung in beiden Ortsteilen. Damit kann das Grundstück am Meisterweg überplant werden. Für die CDU beinhaltet diese Planung aber auch nachhaltige finanzielle und ideelle Vorteile für die Gemeinde. Eine Nutzung ausschließlich als öffentliche Grünfläche, großes Vereinshaus oder Bürgerhaus scheidet damit aus. Vorstellbar sind schon eine Außeneinrichtung einer Universität oder Fachhochschule, ein Gründungszentrum für junge Firmen und Unternehmer oder Standort einer größeren Verwaltungs- oder Servicefirma. In Anbetracht der Haushaltslage müssen auch hier Einnahmen generiert werden.