40 Jahre Gemeinde Rheurdt

40 Jahre Gemeinde Rheurdt
Etwa im Jahr 1967 kam bei der Landesregierung NRW die Idee auf, größere Verwaltungseinheiten zu schaffen. Als Ziel wurden mindestens 8.000 Einwohnergenannt. Diese Zahl wäre mit Rheurdt, Schaephuysen, und Tönisberg zu erreichen gewesen. Wenn aber Tönisberg in den Kreis Kleve gekommen wäre, hätten die beiden dort lebenden Bundestagsabgeordneten, von CDU un SPD, ihren Wahlkreis verloren.
Also wurde diese Lösung nicht ernsthaft in Erwägung gezogen. Meine Befürchtung war, dass Rheurdt zu Kamp-Lintfort und Schaephuysen zu Neukirchen-Vluyn geschlagen und damit zur Bedeutungslosigkeit verurteilt würden. Da Rheurdt und Schaephuysen ohnehin eine Verwaltungseinheit bildeten, erschien es mir als logische Konsequenz, durch einen freiwillingen Zusammenschluss das o.a. Schicksal zu verhindern.
Zum 1. Juli 1969 wurden Rheurdt und Schaephuysen eine Gemeinde und bei der Neuordnung der kreise 1975 dem Kreis Kleve zugeschlagen.
Der erste gemeinsame Rat hatte 19 Sitze wie folgt verteilt:
CDU: 12
SPD: 4
FWG: 3.
Bürgermeister wurde Bernhard Schäffer, Gemeindedirektor Heinrich Otten.
Im Jahre 1977 trat Heinrich Otten in den Ruhestand. Nachfolger wurde Karl-Heinz Rickers, der im Jahre 1999 zum ersten hauptbeamtlichen Bürgermeister gewählt wurde.
Im Großen und Ganzen klappte die Zusammenarbeit im Rat gut. Ich bin auch heute noch der Ansicht, dass die damalige Entscheidung für eine Einheitsgemeinde die richtige war.
Willi-Peter Odendahl